RTC Kirchlengern Radsport in Kirchlengern, Bünde, Hiddenhausen, Herford. Unsere RTF (Rad Touristik Fahrt) ist Sport für jeden Radfahrer.

   
 
   
   
 
   
    
  07.02.2010 | News |    

Liebe Mitglieder und Freunde des RTC-Kirchlengern,
am Donnerstag, den 4. Februar fand unsere Jahreshauptversammlung statt.
Erschienen waren all jene, denen der Verein und der Radsport am Herzen liegt und die auch in Zukunft aktiv unsere Vereinsarbeit mitgestalten wollen.

Zu Beginn gab Ulrich Hempelmann, als Vereinsvorsitzender einen Überblick über die Aktivitäten des Jahres 2009. Als besondere Höhepunkte waren hier die gemeinsamen Teilnahmen an Radtouristiken in der Region und die Mehrtagesfahrten über größere Distanzen zu nennen.

Mit einer guten Leistung in der Punktewertung des Radsportbezirkes konnte der 10. Platz aus 2008 verteidigt werden. Bei 28 ausgegebenen Wertungskarten wurden je Karte 34,7 Punkte „erfahren“, mit einer Gesamtstrecke von 35.400 Kilometern.

Besonders unsere Damen haben es geschafft vordere Plätze zu belegen. Manja Juskowiak erreichte mit 137 Punkten den 3. Platz und Gabi Meier-Mohrmann mit 92 Punkten den 8. Platz im Bezirk.

Zur Zeit haben wir 40 Mitglieder in unserem Verein. Trotz einiger Austritte im letzten Jahr konnten wir auch neue Mitglieder gewinnen und verbinden damit die Hoffnung dass damit frische Ideen und Aktivitäten in den Verein kommen.

Bei der Wahl des Vorstandes gab es in diesem Jahr einen Wechsel der bereits lange angekündigt war. Unser langjähriger Vorsitzender, der seit nunmehr 13 Jahren die Geschicke des Vereins hervorragend geleitet hat, zieht sich aus dem aktiven Geschäft zurück. Was Ulrich Hempelmann aber nicht hindert, wenn gewünscht weiter beratend tätig zu sein.

Die Wahl zum neuen Vorstand des RTC-Kirchlengern und der weiteren Ämter ergab folgendes Ergebnis.

1. Vorsitzender: Edgar Edwards
2. Vorsitzender: Detlef Thorausch
Geschäftsführer: Peter Rolf
Festausschuss: Manja Juskowiak und Jürgen Mohrmann
Kassenprüfer: Thomas Rullkötter, Ulrich Hempelmann

In seiner ersten Amtshandlung sprach der neue Vorsitzende Edgar Edwards, im Namen aller Vereinsmitglieder, einige Dankesworte an Ulrich Hempelmann aus. Er lobte dessen ruhige und souveräne Führung des Vereins und seinen unermüdlichen Einsatz, immer mit dem Blick auf das Wohlergehen des Vereins und seiner Mitglieder.

Im Anschluss wurden die für das laufende Jahr geplanten Veranstaltungen durchgesprochen und verbindlich terminiert.

Hier ein Überblick für den Notizkalender:

06. März – RTF in Herford
07. März – RTF in Warendorf
14. März – Anradeln des RTC-Kirchlengern
13. Juni – RTF des RTC-Kirchlengern (bitte fest einplanen)

ca. 21. – 25. Juli Mehrtagesfahrt (Ziel wird noch bekannt gegeben)

10. Juli – Sommerfest (Fete für die Helfer bei der RTF) bei Steffi und Thomas

??. Oktober – Abradeln (wird kurzfristig bekannt gegeben)

04. Dezember – Weihnachtsfeier

Als Aktivitäten ist für dieses Jahr mindestens eine Mehretappenfahrt geplant. Weiterhin Tagesfahrten, die auch die weniger leistungsstarken Radler ansprechen und auch Familienmitglieder oder Freunde zu einer Teilnahme locken sollen. Der Kontakt zu anderen Vereinen oder Gruppen soll mehr intensiviert werden um neue Erlebnisse zu bieten.

Jeder ist hier aufgerufen, seine Mitarbeit einzubringen. Denn nicht nur durch Ideen, sondern durch aktive Mitgestaltung lebt eine Gemeinschaft, aus der man Kraft und Freude für den Alltag ziehen kann.






geschrieben von Detlef
  02.11.2009 | News |    

Der Herbst ist da!

Nachdem die Saison wie immer in Stukenbrock ein fröhliches Ende fand, war es Zeit an unser Abradeln zu denken.
Dank der Unterstützung von Fritz hatten wir am letzten Sonntag eine erste Anlaufstelle. In Habighorst wurden wir von ihm und Erika herzlich begrüßt und bei herrlichem Sonnenschein konnten wir ein Bier genießen. Da sich einige Teilnehmer lange Zeit nicht gesehen hatten, gab es viel zu erzählen und die Pause dehnte sich aus.
Durch das Geplauder kamen wir ein wenig unter Zeitdruck und mussten entgegen der Streckenplanung auf dem direkten Weg nach Westkilver fahren. Hier, auf der Deele bei Karin, die durch sie und Francois herbstlich ausgeschmückt und gut beheizt war, konnten wir die nächsten Stunden genießen. Bei Pizza und Bier und einem „Verdauer“, plauderte es sich noch besser. Der Nachmittag verging, viel zu schnell wurde es dunkel und die Heimfahrt musste angetreten werden.
Wir danken auf diesem Wege noch einmal recht herzlich Karin und Francois für die gastfreundliche Aufnahme und ihren Einsatz bei der Ausgestaltung und der späteren „Spurenbeseitigung“.
Für die Weihnachtsfeier ist damit die Messlatte sehr hoch gelegt und muss mit nötigem Anlauf genommen zu werden.
Krumme Speiche
geschrieben von Detlef
  05.08.2009 | News |    

Triathlon zum Frühstück

Letzte Woche machten wir von unsrem Radclub zum 12. Mal Jahresfahrt nach Hollfeld. Mittwochmorgen ging es los und Freitagnachmittag waren wir dann bei Thomas, meinem Transalp-Teampartner, an seinem Hotel.
Abends kam dann die Bürgermeisterin von Hollfeld, um uns kennenzulernen.
Bürgermeisterin Karin Barwisch ist eine kommunikative und lustige Frau, mit der ich mich von Anfang an sehr gut verstanden habe. Wir flachsten so rum, nebenbei erzählte sie dann, dass sie aus Repräsentationsgründen am Samstagmorgen zum hiesigen Triathlon muss. Ich hatte schon ein oder zwei Biere getrunken und sagte begeistert, dass ich auch gerne mal an einen Triathlon teilnehmen möchte. Jetzt kam die Politikerin in ihr durch. Sie überredete mich mitzumachen, sie bezahle die Startgebühr und hole mich auch ab.
Badehose hatte ich mit, das war also kein Problem. Aber wir brauchten ein Mountain- Bike, weil die Radstrecke durch einen Wald führte. Die Kids von Thomas mussten jetzt mal ein Opfer bringen. Wir gingen mit Taschenlampe zur Garage wo die ganzen Räder standen, und da suchte ich mir ein Bike aus. Im Dunkeln machten wir noch ein paar Kleinigkeiten für mich zurecht. Ich bin dann noch `ne kleine Runde durch Hollfeld geradelt und das war es dann.
Ich befand mich wieder in Training, das wurde mir spätestens bewusst, als ich anstatt Bier nur noch Wasser zu trinken bekam. Nee, is` klar, alle Anderen dürfen und ich nicht, dann kann ich auch in Bett gehen, dachte ich mir.

Samstagmorgen um Viertel vor Acht war die Bürgermeisterin pünktlich zur Stelle. Sie hatte mit einer Absage gerechnet, aber da kannte sie mich schlecht. Mit dem Rad fuhr ich hinter ihr her zum Freibad. Sie meldete mich an und besorgte mir anschließend erstmal einen Kaffee (auch der wurde von ihr gesponsert).
So langsam trudelten die Athleten ein. Ich sah fast nur durchtrainierte Typen. Das soll ein Familien-Wettbewerb sein?
Ich schaute die Bürgermeisterin fragend an, und mit einem Lächeln sagte sie nur, ein paar seien hier schon etwas ehrgeiziger. Ein paar????? „Es soll doch nur ein Spaß sein.“, grinste sie weiter. „Weiß du eigentlich, was mein Radclub mit mir macht, wenn ich hier den Letzten mache?“, fragte ich sie entsetzt. Vor lauter Aufregung duzte ich sie erstmal, was sie nicht besonders zu stören schien. Ich beobachtete meine Mitstreiter, wie sie sich vorbereiteten, indem sie sich die Sachen zurecht legen und das Rad schon so hinstellten, das sie später gut wegkommen konnten. Ich machte es einfach nach.
Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, und ich war froh, dass ich in der zweiten war, denn wir starteten erst eine halbe Stunde später.
Kurz bevor ich dran war, kamen dann auch die Anderen vom Radclub. Ich war froh, dass sie da waren, denn ich hatte mich vorher schon ein wenig unsicher gefühlt. Da schwammen sich schon ein paar Teilnehmer warm, und als ich sah, wie die durch das Wasser schossen, dachte ich nur, na dann mal prost Mahlzeit!
Mir war klar, wenn ich hier was reißen wollte, musste ich mich aufs Rad konzentrieren. Aber ich bin noch nie eine Mountain-Bike-Strecke gefahren. Und das Laufen habe ich auch seit fast zwei Jahren sehr vernachlässigt. Ja ja, in der Schule und beim Bund war ich mal sehr gut darin.......vor über 20 Jahren!
An den Startblöcken vor jeder Bahn standen je vier bis fünf Schwimmer, die im 5-Sekunden-Takt reinsprangen. Ich sprang ebenfalls ins Wasser und kraulte gleich los .......etwa 10 Meter weit, lies es dann bleiben und machte mit Brustschwimmen weiter. Wie die meisten. Es galt 400 Meter zu schwimmen. Das waren 12 Bahnen. Bleib ruhig, dachte ich immer wieder. Schwimmen ist nun mal nicht Dein Ding. Du musst nur 12 Bahnen durchhalten. Ich versuchte, wenigstens meine Position zu halten. Aber irgendjemand zog mich immer runter :-) und ich schluckte viel zu viel Wasser.
Ja, Parky, tolle Taktik, dachte ich zwischendurch, trink das Becken leer und lauf die 400 Meter. Ich lieferte mir einen erbitterten Zweikampf mit einem Supersportler, das war er vielleicht kurz nach dem Krieg! Vom Alter her hätte es jedenfalls gepasst. Aber der konnte verdammt schnell schwimmen......oder ich war verdammt langsam :-((((
Er stieg jedenfalls vor mir aus dem Wasser, eigentlich stiegen bis auf 2 alle vor mir aus dem Wasser.
Endlich raus aus dem Nass, schnell Socken und Schuhe an (dabei wurde mir lieb geholfen) und dann lief ich zum Bike. Da warteten auch schon einige vom Club auf mich, um mir beim Anziehen von Helm und Handschuhen zu helfen. Ich stieg in die Pedale und raste los - tja, nicht wirklich. Bei aller Vorbereitung hatte ich vergessen, dass ich den schwersten Gang drin hatte. Einmal richtig Druck auf die Pedale und dann ging es aber ab.

Jetzt war ich in meinem Element, nur 8,5 km, das mache ich doch im Spurt - mit dem Rennrad, aber nicht mit einem Mountain-Bike im Wald! Die erste Steigung kam, ich aus dem Sattel und voll im Wiegetritt hoch. Jetzt wurde mir der Unterschied bewusst. Meine ganze Kraft verpuffte förmlich in der weichen Gabel, den breiten groben Reifen und dem weichen Waldboden.
Oh Mist, so geht das nicht, fuhr es mir durch den Kopf, runterschalten und locker durchtreten. Gut, dass ich das von meinem Treckingrad ein wenig kenne. Ich überholte am Berg schon einige. Dann ging es auf einem Feldweg weiter. Ich drehte die Kurbel wie verrückt und dachte, ich komme garnicht vorwärts. Dann sah ich aber schon die anderen vor mir und die waren noch langsamer. „Dann bin ich doch nicht so langsam" Ich überholte einen nach dem anderen, benutzte dabei nur zwei Gänge, wollte mich erst garnicht mit der Schaltung rumärgern. 8,5 km nur, das mache ich mit links, also Gas, Gas, Gas. Quäl Dich, du Sau! Meine Lungen zogen nach Luft, meine Atmung wurde lauter. Egal, taktisches Geplänkel brauchst Du hier nicht machen, es sind nur 8,5 km! Also Volle Pulle bis zum Schluss. Um das Laufen mache mir Sorgen, wenn es soweit ist, jetzt bin ich erstmal hier. Solche und ähnliche Gedanken begleiteten mich.
Nach der halben Strecke war eine Versorgungs-Station. Ein junges Mädchen stand da und reichte Wasser. Ich machte das wie bei der Trans Alp, ich fuhr auf sie zu und streckte mein Arm aus, die Gute bekam es ein wenig mit der Angst zu tun und sprang zur Seite. Im letzten Moment griff ich den Becher und nahm einen Schluck.
Wasser, schrie meinen Körper an: „Die Lungen brauchen Luft, Wasser hast du wohl eben genug geschluckt. Du könntest in Deinem Magen Fische züchten.“ Also spuckte ich das Wasser aus und holte tief Luft und schmiss den Becher weg. Das Mädel würde sich schon darum kümmern.
Nach einem starken Anstieg, wo ich wieder einige überholt hatte, kam eine geile Abfahrt. Mit der weichen Gabel und den dicken Reifen machte das richtig Spaß. Ich sprang mehr als das ich fuhr. Unten war dann alles voller Matsch. Ohne zu Bremsen schoss ich darein und wurde so stark abgebremst, dass ich fast über den Lenker gegangen wäre. Der Schlamm spritzte nur so, und meine Brille war so verschmiert, dass ich kaum noch etwas sehen konnte. Und ein gefühlter Zwei-Kilogramm-Klumpen flog in meinen Mund. Ist klar, erst Chlorwasser saufen und dann Dreck fressen, und was gibt es als Dessert?
Wo ist denn endlich das Ziel? 8,5 km müssen aber langsam rum sein. Ich drückte und drückte die Pedale dem Ziel entgegen. Dann sah ich Ulli unsren 1. Vorsitzenden am Wegrand, der mich anfeuerte. Ich konnte das Ziel erkennen und legte noch einen drauf. Ich sprang von Rad und riss mir den Helm ab und warf die Brille weg und lief sofort los. Ein blödes Gefühl wenn man nach dem Radfahren sofort laufen muss. Ich fand überhaupt keinen Rhythmus.

Es ging über eine Brücke in den Wald, dann Treppenstufen und dann steil bergauf.
Wenn das jetzt 2,8 km so weiter geht dann Hallelulja. Ging es nicht, nach dem Anstieg ging es sofort wieder bergab und dann am Waldrand entlang. Die Sonne schien brutal, ich zog mir meine Handschuhe aus und steckte sie mir in meine Trikottasche. Langsam fand ich auch einen Rhythmus und überholte wieder ein paar.
2,8 km mache doch wohl locker, das mache ich doch sonst zum Warmmachen.
Nur beim Warmmachen habe ich nicht vorher 10 Liter Wasser geschluckt und bin wie ein Irrer durch einen Wald geheizt.
Und irgendwie war ich auch schon warm. Dass ich in den letzten drei Tagen ca. 450 km Rad gefahren bin, war nur ein kleiner Nebeneffekt. :-). Und Laufschuhe hatte ich auch nicht an. Aber ich lief und überholte immer noch. Kurz vor dem Wendepunkt war vor mir jemand, dessen Schuhband offen war. Ich rief ihm dieses zu, aber er reagierte nicht. Würde ich wohl auch nicht machen, aber ich hatte ihn doch schon, was soll ich denn da noch für blöde Tricks anwenden? Ich versuchte es nochmal, aber er reagierte immer noch nicht.
Dann bei der Wende überholte ich ihn und machte ihn nochmal darauf aufmerksam. Jetzt reagierte er - und wie. Ich hörte nur noch ein lautes bayrisches Fluchen hinter mir. Ups, dachte ich, wenn der noch soviel Kraft hat, um so laut fluchen zu können, dann laufe ich lieber mal schneller, sonst holt der mich wieder ein. Ich legte noch eine Schüppe drauf, überholte noch ein paar und lief die letzten 100 Meter mit einem leichten Spurt. Nach 44 Minuten und 35 Sekunden beendete ich meinen ersten Triathlon als Dritter!
Alle waren begeistert und gratulierten mir. Abends beim Grillen waren wir uns aber auch alle einig, dass ich an meinen Schwimmkünsten noch ein bisschen feilen muss, wenn ich dann zum Iron Man nach Hawaii will ;-)


Montagmorgen fuhr ich dann gleich zum Freibad, um mal ein paar Rentnern beim Schwimmen zu zeigen, wo der Frosch die Locken hat. Als ich zum Startblock ging. war dort bereits ein älterer Herr, der ein wenig herumposte und sich wohl für den Don Juan für einsame Witwen hielt. Den Titel konnte er gerne behalten, aber sonst war in diesem Becken nicht genug Platz für uns zwei.
Fast gleichzeitig sprangen wir ins Wasser, ich dachte noch, dass ich mich erst zurückhalte, bevor ich dann alles klar mache, als ich auftauchte sah ich, wie er schon 20 Meter vor mir war und mit einen eleganten Kraulen durch das Wasser flog. Den packe ich mir, war mein erster Gedanke, mein zweiter war dann das gerade der Kiosk aufmachte und ich überhaupt noch kein Kaffee hatte. Cool schwamm ich durchs Becken stieg aus dem Wasser, holte mir einen frischen Kaffee und setzte mich in die Sonne. So ein Kaffee am Morgen schmeckt schon besser als 10 Liter Chlorwasser.
geschrieben von Andy und nicht gekürzt von Detlef
  26.07.2009 | News |    

Wir sagen "Danke" an Susanne und Thomas

Für die schönen Tage im "Wittelsbacher Hof", für die herzliche Aufnahme und die sehr gute Bewirtung bedanken wir uns bei Susanne und Thomas.
Einen Erlebnisbericht von der Fahrt und vom Wochenendprogramm folgt in den nächsten Tagen.
geschrieben von Detlef
  25.07.2009 | News |    

Trans-Alp 2009 / Siebte Etappe

Samstag, 04.Juli 2009
103 Kilometer von Kaltern nach Arco
1553 Höhenmeter über Fai della Paganella, Passo del Ballino
Wertung: 51.Platz (Master)
Gesamtwertung: 152.Platz

Am Start zur 7. Etappe war ich auch sehr locker, aber ich hatte eine Kleinigkeit vergessen. Bei der Trans Alp wird einem nichts geschenkt; auch die letzte Etappe nicht.
Den letzten Countdown zählten wir wieder gemeinsam runter. Ein letztes Mal einen neutralen Start, 36 km war der lang. Aber das störte mich nicht mehr, das Rennen war doch gelaufen. Wir haben einen super Platz erkämpft. Wir konnten zufrieden sein.
Aber Thomas war da wohl anderer Meinung, der fuhr als ging es noch um den Sieg. Ich ließ mich nicht abhängen und blieb immer dran. Zeitweise fuhr ich ein Stück vor und ließ ihn dann wieder kommen. Er wollte es noch mal wissen. War er denn immer noch nicht zufrieden? Oder wollte er zwischen uns beiden den 4.Sieg für sich ausmachen? Es stand ja 3:3 zwischen uns.
Er kämpfte, als ginge es um den ersten Platz. Und ich muss zugeben, ich musste noch mal ganz schön an meine Substanz gehen. Ich hielt ihn aber hinter mir. Kurz vor der letzten Zeitabnahme (die liegt ca. 2 km vor dem Ziel, damit das Team dann ganz entspannt reinrollen kann) versuchte er mich noch zu packen, aber da hatte er die Rechnung ohne meinen explosiven Antrieb gemacht. Ich währte den Angriff erfolgreich ab und rollte vor ihm über die Zeitabnahme.
Gemeinsam Hand in Hand überquerten wir die reguläre Ziellinie.

Am Abend war dann die große Abschlussparty, ohne Tanz, dafür mit ein paar Bieren. Und dann bekam ich mein Finisher-Trikot. Ich habe mir einen großen Traum selber erfüllt

Ich bin ein Trans Alp-Finisher!!!

Nun ist es vorbei, wir haben in der Gesamtwertung den 152. Platz gemacht. In der Masterklasse den 51. Platz.
Thomas meinte mal, ein realistisches Ziel wäre so der 250. bis 300. Platz.
Unter die ersten 200 zu kommen, hätte er für Utopie gehalten.

Als ich am Anfang des Jahres erzählt habe, dass ich mit dem Rennrad 900 km durch die Alpen fahren will, sagte man mir: „Du spinnst ja!“

Die Zeiten ändern sich! Aber vor allem, wer spinnt, wird nicht alt :-)))))))

Liebe Grüße

ANDREW

geschrieben von Andrew

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